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Hans Lalka bleibt Vorsitzender*

Herrenberg Noch schwer tut sich der Freibadförderverein Herrenberg damit, sich im Ungewissen orientieren zu müssen. Auf der Jahreshauptversammlung im "Hasen" klagten die Mitglieder darüber, dass in der Angelegenheit des Freibades noch keine Entscheidung gefallen ist. "Es muss Bewegung reinkommen", war eine oft gehörte Formulierung. Auf Kontinuität setzten die Mitglieder dagegen im Vorstand.

Was die Teilnehmer der Versammlung am meisten bewegte, war die künftige Entwicklung. So waren die Formalien schnell abgehandelt. "Letztes Jahr war aus bekannten Gründen Flaute", begründete Hans Lalka (GB-Foto/Archiv: Holom), erster Vorsitzender, seinen kurzen Jahresrückblick. Nach wie vor sei die Frage nicht geklärt, wo ein neues Freibad entstehe und welche Art von Bad. Letztes Jahr sei der Verein deshalb nur mit einer Aktion im Rahmen des Stadtfestes an die Öffentlichkeit getreten. Zwar sei das Interesse der Bürger am Thema Freibad schon da, so Lalka, doch wünschten sich die Bürger Tatsachen und nicht Vermutungen, wenn sie den Verein unterstützen sollten. "Das Problem ist, die Leute kommen auf einen zu und fragen, was, wann, wo, wie", umriss Lalka das Dilemma. Ein Unternehmer, der kürzlich habe eine gewisse Summe spenden wollen, habe mangels Entscheidung nicht spenden können. Vor dem finanziellen Problem stand deshalb auch Schatzmeister Reimer Sievers. "Wenn man nicht weiß, was ist, kommt wenig Geld rein", sagte der Kassier zum Kassenstand. Von knapp 9 000 Euro berichtete Sievers. Die machten Mitglieder am Abend noch spontan voll. Aber "um unser Ziel zu erreichen", sei es noch ein ganzes Stück, spielte der Schatzmeister auf die anvisierten 100 000 Euro an.

Die Wahlen: Erster Vorsitzender bleibt Hans Lalka, Reimer Sievers ist weiterhin Kassier. In ihren Ämtern als Beisitzerinnen bestätigten die Mitglieder Sybille Holz und Esther Jesser. Mit einer Aktion auf dem Altstadtlauf am 30. Juni wolle man sich wieder ins Gespräch bringen, kündigte Lalka an. Er strebe einen Eckstand an der Ecke Tübinger Straße/Bronngasse an. Denn "da läuft keiner ungesehen vorbei". Mit Vorschlägen zu diesem Tag stiegen die Mitglieder in die ersten Planungen ein.

Ein neuerlicher Vorstoß für ein Naturbad (der "Gäubote" berichtete) war für die Runde Anlass, die Diskussion über die Entscheidung wieder aufzunehmen. "Ich kann nicht mehr sagen als das, was der Oberbürgermeister gesagt hat", erklärte Finanzbürgermeisterin Gabriele Getzeny auf Nachfrage der Mitglieder, "wir haben die Unterlagen und wir werden prüfen". Schatzmeister Reimer Sievers fragte nach einem groben Zeitplan. "Ich kann mich nicht festlegen", meinte Getzeny, das hänge von der Prüfung ab.

Mit der Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung zeigten sich die Mitglieder jedoch unzufrieden. "Es laufen ja viele Informationen herum", klagte Kassier Sievers. Getzeny bekräftigte, dass die Stadtverwaltung an der Sache dranbleibe. "Uns ist daran gelegen, dass wir uns nicht öfters in das Thema einarbeiten müssen", meinte die Bürgermeisterin. Nach der ersten Klausurtagung zum Thema sei nun zu überlegen, "ob eine zweite zu führen ist".

Einige Mitglieder machten sich Gedanken darüber, ob für ein Freibad vielleicht verschiedene bürgerschaftliche Modelle in Frage kämen. Bisher habe man sich nur der finanziellen Seite zugewendet. Wie aber könne sich der Verein anderweitig einbringen, fragte sich die Runde. Er sehe es als Aufgabe des Vereins, die Bevölkerung zu informieren, erklärte Schatzmeister Sievers. "Eine Diskussionsplattform schaffen" wollte ein anderer Teilnehmer.

Ein Schlagabtausch mit Gabriele Getzeny gab es um die Begrenzung der Besucherzahlen in einem Naturbad, nachdem mehrere Teilnehmer ihre Vorliebe für ein Naturbad erkennen ließen. Die Bürgermeisterin wies auf eine vorhandene Untersuchung hin: "Da stehen schon viele Vor- und Nachteile drin." Diese zusammenzustellen, sei jetzt Aufgabe der Stadtverwaltung, nachdem man den Gemeinderat über beide Badtypen informiert habe. Kassier Sievers wies eine Vorfestlegung zurück. Es sei nicht Aufgabe des Vereins, "eine vorgesetzte Meinung zu haben".



*Quelle: Pressemeldung Gäubote Herrenberg, vom 22.02.2007

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